Tag 33: Lascabanes(F)-Moissac(F), 11h, 5°C



Ich habe heute Nacht gut geschlafen. Meine Füsse schmerzen etwas, aber die Aussicht auf gleich zwei freie Tage treibt mich heute voran. Wie gesagt muss ich morgen in Moissac sein. Morgen ist Samstag, den Sonntag werde ich dann auch in Moissac bleiben, dort sollte einiges zu sehen sein.
Was Wetter ist heute Morgen vielversprechend, die Sonne sollte es duch die Wolkendecke schaffen.



Auch hier gibt es noch die Schäferhütten, aus unbehauenen Steinen aufgesetzt.



Die Felder sind voller Steine, der Boden ist nicht sehr fruchtbar, daher ist wohl die Viehzucht gewinnbringender gewesen als Ackerbau.



Der Boden in der Quercy Blanc ist ein heller, stellenweise weisslicher Kalkboden. Wasser kann sich auf diesen Böden schlecht halten und versickert schnell.
Auf der Höhe bläst ein schneidender Wind. Die Sonne scheint heute, kommt aber nicht gegen den kalten Wind an.



Montcuq in der Région Midi-Pyrénées, Département Lot. 1250 Einwohner. Der Ortsname leitet sich vom lateinischen Montem Cuci ab, das bedeutet "Kuckuksberg".
Montcuq ist bekannt für die Herstellung von Meringues und Waffeln, den Gaufres de Saint Daumes Waffeln.



Montcuq ist ein gemütlicher Ort, der bei den Engländern momentan wohl sehr beliebt ist als Alters- und Zweitwohnsitz. Es gibt sogar ein englischsprachiges Buchgeschäft.



Ich habe nicht nachgesehen, ob unter dem gewachsenen Kreuz ein echtes Kreuz steht. Auf jeden Fall ist es originell.



Die Ab- und Anstiege auf die Hochflächen sind steiler als sie von hier aussehen.



Ein Wegweiser, noch 1144 km nach St. Jacques de Compostelle. Der Motocross-Fahrer, dessen Spuren ich gestern gefolgt bin, ist hier auch gefahren, deutlich ist seine Spur zu sehen.



Im Hintergrund, etwas erhöht über der Gegend, ist im Dunst eine befestigte Stadt zu sehen. Das muss Lauzerte sein, ein historischer Ort.



Eine der ersten Blüten auf einer Wiese an einer windgeschützten Stelle.



Kurz vor Lauzerte, wunderbar auf einem Hügel gelegen. Lauzerte ist ein gut erhaltenes und schön renoviertes, historisches Städtchen.



Die Kirche Saint-Barthélemy. Wie immer ist auch hier die Kirche mein erster Anlaufpunkt. Hier kann ich erstmal verschnaufen und freue mich über die oft wunderbaren architektonischen Kleinode in der ländlichen Gegend.



Es ist Nachmittag. Wenn ich hier übernachte, könnte ich morgen früh die 25 km nach Moissac laufen. An der Touristeninformation hängt ein Schild, dass sie in 30 min wieder geöffnet werden würde, aber niemand kommt. Ich ziehe das sichere vor und mache mich auf den Weg nach Moissac. Ich werde an der Strasse laufen, die führt einigermassen direkt, der GR65 macht einen grossen Bogen.



Blick zurück auf Lauzerte. Von dieser Seite aus ist der Ort leider etwas verbaut. Ich laufe recht schnell, um nicht zu viel in der Dunkelheit gehen zu müssen.



Durfort Lacapelette, hier gibt es ein kleines Geschäft, eine Flasche Cola baut den Blutzucker wieder etwas auf. Noch 13 km, dann habe ich mein Wochenziel erreicht. Diese Strecke wird jedoch noch mühsam werden, da es längs der Strasse geht und bald anfangen wird zu dämmern.



Dann endlich Moissac, nach einem langen 11h Tag. Die Beine sind sehr schwer und die Füsse fühlen sich an, als ob sie explodieren würden. Die letzten Kilometer musste ich halb an der Strasse, halb im Strassengraben laufen.
Die Autofahrer konnten mich erst im letzten Moment sehen. Einige sind sicher vom Freitagsumtrunk von der Arbeit gekommen, ich habe versucht entsprechend vorsichtig zu sein.
Im Gegenlicht habe ich jedoch fast nichts gesehen und stolperte entsprechend viel.

In Moissac gibt es einen Karmel Gite auf einer Anhöhe oberhalb der Kirche. Von aussen ist kein Licht zu sehen, ich gehe trotzdem hoch. Nach einigem Klingeln wird die schwere Tür geöffnet. Ja, ich könne unterkommen. Phantastisch! Ich bin froh und glücklich, gut angekommen zu sein
und eine Unterkunft gefunden zu haben. Ich bin zu kaputt um noch zu kochen. Ich habe ein eigenes kleines Zimmer mit 2 Etagenbetten für mich. Ich dusche, esse eine Packung Erdnüsse und lese noch ein bisschen.

2 Comments:

Anonymous Dr. Anton Schneider said...

Hallo Andie,
endlich bist Du wieder im Blog. Ich habe schon das schlimmste befürchtet. Dir und Deiner Familie ein friedvolles, gesundes und glückliches Jahr 2007.

Buen Camino
Anton

1/03/2007 11:52 vorm.  
Anonymous andie kanne said...

Hallo Anton
habe mir eine echte Auszeit gegönnt zwischen den Jahren!
Auch Dir und Deiner Familie ein gutes, glückliches uzbd gesundes 2007.

Ultreia
Andie

1/04/2007 9:09 nachm.  

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